Nietzsche und Zarathustra - ein Missverständnis?

Nietzsche und Zarathustra - ein Missverständnis?

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), der große Philosoph des deutschsprachigen Europa und einer der größten Philosophen der Welt überhaupt, hat mit seinem Buch „Also sprach Zarathustra“, den Namen des iranischen Denkers und Philosophen, der auch als Prophet bekannt ist, verewigt und bis heute lebendig gehalten.

In Nietzsches Werk „Also sprach Zarathustra“ gibt es hin und wieder Ansätze sarathustrischer Gedanken, die durch Nietzsches Feder ins Romanhafte und Erzählerische verleitet werden, und mehr und mehr zu Nietzsches Gedanken und tiefsten philosophischen Überzeugungen werden. Oberflächlich gesehen könnte vieles, was Nietzsche Sarathustra in den Mund legt, eventuell auch von Sarathustra stammen, aber es ist nicht so. Sarathustra war nicht elitär, war kein Eigenbrötler, kein passiver Melancholiker, kein resignierter, schwacher Besserwisser, der sich über die hohen Berge in die Nähe von Gott und Gottes Wohnung in den Himmel zurückgezogen hat, um sich selbst als „Privatgenie“ narzisstisch zu bewundern. Für Sarathustra wohnte Gott auch in der Stadt und in der Welt. Deshalb war Sarathustra, immer wenn er wollte, mit Gott zusammen, wie alle anderen Menschen auch.

 

Sarathustras Temperament und Meinung waren anders: Er befand sich inmitten einer Welt voll Lug und Trug, voll Verlogenheit, Ungerechtigkeit und Unterdrückung, sowohl politisch als auch religiös.


Literatur:

Auszüge aus dem Buch „Was also sprach Sarathustra wahrlich“ von A. Madjderey

ISBN-Nr. 3-925819-14-2

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